Montag, 4. Dezember 2017

ICH WÜRDE GERN MAL WIEDER...


Morgens aufstehen, Baby stillen, wickeln und anziehen, dann die erste Physio-Einheit. Frühstück für den Großen machen, Vesperdose für den Kindergarten bestücken, Klamotten rauslegen, mehrmals zum Anziehen auffordern. Zähneputzen, Haare kämmen, beide Kinder warm einpacken. Baby ins Tragetuch, gemeinsam den großen Bruder in den Kindergarten bringen, kleine Einkäufe erledigen. Zu Hause wieder stillen, wickeln und Baby bespaßen. Eine Waschmaschine anstellen. Mittlerweile ist es 11, das Mittagessen muss vorbereitet werden. Baby weint, will wieder an die Brust, das Essen auf dem Herd ist nur halb fertig. Baby stillen, danach ins Tragetuch, essen fertig kochen. Zum Kindergarten laufen, Bruder abholen, kurzer Tratsch mit den anderen Müttern.


Nach Hause, Wäsche in den Trockner, Mittagessen, Baby stillen, wickeln. Zweite Physio-Einheit, danach Nachmittagsprogramm. Kinderturnen, Spielplatz, Freunde treffen oder drinnen spielen. Weihnachtsgeschenke organisieren, mit etwas Glück ein Nähprojekt. Ruck zuck wird es dunkel. Papa kommt heim. Abendessen vorbereiten, gemeinsam Abendessen. Tägliche Diskussionen über's Schlafanzug anziehen und Zähneputzen. Baby stillen, wickeln, Yakari im Fernsehen, dem Großen eine Geschichte vorlesen, Bettzeit. Baby noch wach, letzte Physio-Einheit mit Papa. Wäsche falten. Einschlaf-Stillen, mit viel Glück schläft das Kind gegen 22 Uhr auch alleine.


Mama sitzt völlig fertig auf der Couch und fragt sich: Was hab ich heute eigentlich den ganzen Tag gemacht? Schon wieder Wochenende? Wo sind die letzten Wochen hin?


In letzter Zeit denke ich mir so oft: Ich würde gerne mal wieder... ein bisschen Zeit für mich haben. In Ruhe ein heißes Bad nehmen, Shoppen oder gemütlich essen gehen, mich ausgiebig unterhalten ohne ständig unterbrochen zu werden. Einen ganzen Tag lang nur nähen =)

Kennt ihr das auch? Wie macht ihr das mit mehr als zwei Kindern? Wird das jemals wieder besser? :-D Miss Motti trägt heute die brandneue Eigenproduktion von Tidöblomma. Das erste mal auf Sommersweat. Super weich und kuschlig 💓

 
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Stoff: Tvättbjörn von Tidöblomma
Druckknöpfe: Kappen-Tigersnaps von Tigerlilly
Schnitt: Wickelanzug aus dem Buch "Nähen mit Jersey- Babyleicht" von Klimperklein

Dienstag, 28. November 2017

RARITÄTEN


Wenn man bedenkt, dass Babys mit Down-Syndrom in über 90% der Fälle nicht auf die Welt kommen (dürfen), sind diese Menschen in Deutschland eine echte Rarität. Kein Wunder, dass so viele Menschen Angst davor haben oder schlichtweg gar nichts über das Down-Syndrom wissen. In vielen Köpfen geistern veraltete Schauer-Vorstellungen aus einer Zeit, in der behinderte Kinder am Rande der Gesellschaft standen und keinerlei Förderung erfuhren.


Ich empfinde es deshalb als ganz wichtig, mehr Aufklärung zu betreiben und zu zeigen, dass das Leben mit einem „besonderen“ Kind (ich weiß, unsere Kinder sind alle besonders, aber ich mag das Wort „behindert“ einfach nicht) keineswegs weniger lebenswert ist. 


Deshalb erzähle ich euch so viel von unserer Geschichte, zeige euch Einblicke in unseren Alltag und in die Fortschritte, die Miss Motti täglich macht. Zeige euch, was es tatsächlich bedeutet, ein Kind mit Down-Syndrom zu haben. Momentan bedeutet es nämlich einfach nur kuscheln, stillen, üben, große Freude über kleine Fortschritte und natürlich ganz viel Liebe. Ich könnte dieses kleine Mädchen rund um die Uhr knuddeln und abknutschen. Sie ist einfach sooo niedlich. 💗




Zum Thema Aufklärung gehört es für mich auch, immer mal wieder etwas über die Symptome des Down-Syndroms zu erzählen. Ein typisches Merkmal ist zum Beispiel der Minderwuchs. Menschen mit Down-Syndrom wachsen langsamer und werden im Schnitt auch nicht so groß wie Menschen ohne DS. Für uns bedeutet das erst mal, länger ein kleines Baby zu haben. Und für eine nähende Mama bedeutet das wiederum, dass die gefertigten Klamotten länger passen! =)


Das trifft sich vor allem dann gut, wenn man eine solche Rarität wie diesen Stoff vernäht - ein Mischgewebe aus Wolle und Seide. Wolle ist von Natur aus selbstreinigend und wirkt antibakteriell. Sie wird deshalb auch von Allergikern und Menschen mit Neurodermitis gut vertragen. Der Seide-Anteil sorgt für ein angenehm weiches Tragegefühl und wirkt außerdem temperaturausgleichend. Den feinen Stoff findet ihr bei Danisch Pur als Meterware. Dort gibt es sogar fertig zugeschnittene Einfassstreifen.


Damit der tolle Body noch länger passt, habe ich die Ärmel und auch den Latz zwischen den Beinen etwas verlängert und mit einer zweiten Knopfleiste ausgestattet. Ich bin gespannt, wann sie da rauswächst =)


Gibt es denn etwa, was euch ganz besonders interessiert über das Down-Syndrom? Lasst es mich wissen!
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Stoff: Pusteblumen von Danisch Pur
Schnitt: Raglanbody von Klimperklein (Buch „Nähen mit Jersey - babyleicht“)
Druckknöpfe: Tigersnaps von Tigerlilly
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Verlinkt bei Creadienstag und Kiddikram

Donnerstag, 23. November 2017

STILLEN IST LIEBE


Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag über Erwartungen in der Schwangerschaft? Eine dieser Erwartungen, nein, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, war für mich auch, dass ich meine Tochter stillen wollte. Ich hatte schon bei Motti den Luxus genossen, immer und überall wohltemperierte Milch dabei zu haben und keine Flaschen spülen und abkochen zu müssen. Motti und ich hatten zwar auch unsere Startschwierigkeiten, aber diesmal würde natürlich alles besser werden, denn ich war ja jetzt erfahren. Dachte ich mir so.

Als ich damals in der Schwangerschaft anfing, über das Down-Syndrom zu recherchieren, stieß ich unter anderem auch darauf, dass Babys mit Down-Syndrom aufgrund ihrer Muskelhypotonie (darüber habe ich hier schon mal berichtet) oft nicht die Kraft hätten, zu stillen. Manche Zungen behaupteten sogar, diese Babys könnten das nicht. Das war für mich erst mal ein Schock. Denn auf eine erneute innige Still-Beziehung, das kuschlige Gefühl und die Nähe zwischen Mama und Kind hatte ich mich doch schon so sehr gefreut. Ich belas mich ganz viel und fand dann doch einige Geschichten über Mütter, die trotz hypotonem, schläfrigem Kind irgendwann voll stillen konnten. Also nahm ich mir fest vor, es zu versuchen, geduldig zu sein und nicht zu schnell aufzugeben.
Als sich dann herausstellte, dass Miss Motti aufgrund ihrer Fehlbildung am Darm bis zur OP gar nicht selbstständig trinken und ausschneiden wird und nach der OP erst mal über eine Magensonde ernährt werden würde, sah ich unsere Felle davon schwimmen. Ganz habe ich die Hoffnung allerdings nie aufgegeben und das war auch gut so.


Miss Motti bekam etwa 5 Tage nach ihrer Operation das erste Mal ein Fläschchen angeboten. Sie machte das sehr gut und schaffte von Tag zu Tag mehr (wir reden hier von anfänglichen 5ml!). Irgendwann durfte ich sie dann auch endlich anlegen. Von dem Zeitpunkt an, habe ich sie immer zunächst an der Brust trinken lassen und anschließend mit abgepumpter Muttermilch aus der Flasche nachgefüttert. Was sie aufgrund ihrer Schläfrigkeit nicht schaffte, wurde anschließend noch sondiert.
Als Miss Motti sich ausreichend von ihrer OP erholt hatte, ging es irgendwann nur noch darum, dass sie ihre Trinkmenge schaffen musste. Allerdings schlief sie beim Saugen sehr schnell ein, sodass sie oft nur 30-40ml schaffte. Ich wollte aber unbedingt die Sonde loswerden, sodass ich versuchte, tagsüber zu jeder „Fütterungszeit“ vor Ort zu sein und die Trinkmenge mit viel Geduld zu steigern. Die Maus schlief in meinen Armen immer innerhalb weniger Minuten ein, sodass ich mir viel einfallen lassen musste, um sie zwischendurch wieder zu wecken und weiter füttern zu können. Irgendwann war es endlich so weit und sie wurde von der Intensivstation auf die Überwachsungsstation verlegt. Ich durfte dann auch die Nacht bei ihr verbringen und schlief auf einer Klappliege neben dem Wärmebettchen. Okay, von Schlafen kann nicht die Rede sein, denn wenn man die Milch zunächst abpumpen muss, anschließend ein schläfriges Kind an die Brust legt, mit der Waage immer wieder die Trinkmenge kontrollieren muss und den Rest dann per Flasche in das erschöpfte Kind „stopft“, bleibt für die Mama kaum Zeit zu schlafen. Ich sage euch, das war eine seeeeeehr anstrengende Zeit! Aber wir schafften es tatsächlich irgendwann, die nötige Tagesmenge zu erreichen und wurden nach 18 Tagen Krankenhaus endlich entlassen.


Zu Hause angekommen hatten wir dann endlich die nötige Ruhe, um die Trinkmenge an der Brust zu steigern und das Abpumpen und Nachfüttern langsam zurück zu fahren. Hierfür benötigte es noch weitere 4 Wochen Geduld. Irgendwann ließen wir die Flasche dann auf Anraten der Nachsorge-Krankenschwester einfach weg.
Miss Motti nimmt immer noch sehr langsam zu, braucht lange beim Trinken und möchte mindestens alle 2-3 Stunden an die Brust. Dafür schläft sie dann die ganze Nacht durch. 🙌
Ich genieße unsere gemütliche Stillzeit so sehr, freue mich immer wieder darüber, die Flasche losgeworden zu sein und bin stolz auf uns beide, dass wir nicht aufgegeben haben!

 
Wenn man so häufig stillen muss, ist es unerlässlich, praktische Kleidung dafür zu haben. Gerade bei dem Wetter will ich mich nicht komplett ausziehen, um an die Brust zu kommen. Der Tallinn-Sweater ermöglicht einen schnellen „Zugriff“ und ist trotzdem schön kuschlig warm. Ihr bekommt den Schnitt ab heute bei Näh-Connection für eine Woche lang 15% reduziert! Der kuschlige Bio-Doubleface-Jacquard stammt vom Stoffbüro, danke nochmal an Catrin für die liebe Beratung!

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Heute mache ich endlich mal wieder bei RUMS mit.

Mittwoch, 22. November 2017

SPIELERISCH FÖRDERN


Kinder mit Down-Syndrom sind oft sehr hypoton. Das heißt, dass ihre Muskelstärke und Muskelspannung von Geburt an reduziert sind. Das führt dazu, dass die motorische Entwicklung langsamer abläuft und sich die Kinder für viele Entwicklungsschritte mehr anstrengend müssen als Kinder ohne Down-Syndrom.


Um Miss Motti bestmöglich zu unterstützen, bekommt sie deshalb schon seit kurz nach der Geburt Physiotherapie. Besonders wichtig sei es für alle weiteren Entwicklungsschritte, die Rückenmuskulatur zu stärken und das kann sie zum Beispiel in der Bauchlage gut trainieren. Miss Motti ist dabei sehr geduldig und macht beim Köpfchen halten auch immer bessere Fortschritte. Das hab ich bei Facebook ja schon mehrfach auf Videos demonstriert. 😉



In unserer letzten Therapiestunde ging es darum, langsam das "Greifen" anzuregen. Hierfür sollen wir immer wieder mit Spielsachen ihre Hände "ausstreichen", damit diese sich öffnen und ihr Spielzeug anbieten, das sich leicht greifen lässt (wie zum Beispiel den O-Ball).


Zur Unterstützung für das Spielen in Bauchlage habe ich ihr dieses Kissen genäht. Mit ein paar Schlaufen versehen, kann hier Spielzeug befestigt werden, das dadurch auch bei wilderem Spiel nicht außer Reichweite rollt.


Das Kissen eignet sich außerdem prima dazu, das Baby seitlich zu lagern. Miss Motti hat nämlich eine Lieblingsseite und dem möchten wir gerne etwas entgegen wirken. Gibt sonst einen asymmetrisch platten Hinterkopf...


Den Schnitt habe ich selbst entworfen und ihr seht hier den Prototypen. Ich arbeite gerade schon mit einem kleinen Team daran, ihn zu digitalisieren, um ihn euch als Freebook in meinem Shop zur Verfügung zu stellen! Kann man natürlich auch schön als Geschenk zur Geburt nähen. 😊 Ein paar Tage brauchen wir aber noch!
 
Ich wünsche euch eine schöne Woche! 💓

Sonntag, 12. November 2017

KOMM, WIR KÄMPFEN!


Wenn es um das Thema Kindererziehung geht, gibt es wahrscheinlich endlos viele Meinungen zu endlos vielen Themen und darüber, was richtig und falsch ist. So sicherlich auch zum Thema Kinderspiel und -spielzeug. Mir war immer wichtig, dass Motti nicht schon bei der Auswahl des Spielzeuges in Geschlechterrollen gedrängt wird, weswegen ich versucht habe, ihm möglichst viele verschiedene Spielsachen anzubieten. Neben Bau- und Konstruktionsspielen, die ja für Jungs eher als "typisch" angesehen werden, hat er deshalb auch eine Kinderküche, einen Puppenwagen mit Puppe, Bastel- und Maluntensilien und ähnliches, das man vielleicht eher in die Kategorie "Mädchenspielzeug" einordnen würde. Er sollte selbst entscheiden, was ihm gefällt und spielen, womit er möchte. 


Eine zeitlang war das alles dann auch mal interessant, aber wie ihr sicherlich wisst, sind wir Eltern nicht die einzigen, die unser Kind erziehen. Spätestens im Kindergarten werden Kinder nämlich auch von den anderen Kindern und deren Meinungen geprägt. Das ist ein wichtiger und ganz natürlicher Prozess. Nur manchmal passieren dann auch Dinge, die man als Mama (und Papa) vielleicht selbst garnicht befürwortet.


Ich zum Beispiel bin kein großer Fan von Spielzeug-Waffen und davon, sich im Spiel zu bekriegen. Trotzdem hat es nach Eintritt in die Kita garnicht lange gedauert, bis sich der erste Finger auf mich richtete und mich erschoss. Puh. Wie halte ich das denn jetzt von meinem Kind noch fern, hab ich mich gefragt? Heute weiß ich: Garnicht. Wir können nicht alles von unseren Kindern fern halten, was uns nicht gefällt.



Ich bin nach wie vor kein Fan von Kampf-Spielen, mein Sohn jedoch schon. Im Kindergarten bekriegen sich die Ninjas mit ihren verschiedenen Kräften, ganz hoch im Kurs stehen aktuell auch die Nexo Knights und ihre Waffen (Lego-Fan-Eltern kennen sich vielleicht aus). Der Laternenstab wird zum Schwert umfunktioniert, der eingesammelte Stock ist eine Pistole, mit der Diebe gejagt werden. Und immer wieder hört der Papa am Abend: "Komm, wir kämpfen".


Wir haben jetzt schon öfter über das Thema Krieg gesprochen, denn irgendwie scheint es Motti zu beschäftigen und es ist mir auch wichtig, dass er weiß, was "Kämpfen" auch bedeuten kann. Er weiß, dass Krieg etwas Schlimmes ist und es scheint ihn auf gewisse Weise auch zu ängstigen. Deshalb erklärt er mir immer wieder "Aber Mama, wir spielen doch nur". Und ich denke mir mittlerweile: "Was soll's, lass ihn spielen, das gehört anscheinend einfach dazu".
 
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Schnitte: Bimaa-Sweater von Näh-Connection, Mottis Jeans slimfit von mir, Coole Kappe von Klimperklein
Stoff: Mellow von Mamasliebchen

Montag, 6. November 2017

EINGEKUSCHELT IN DEN WINTER


Zu Beginn meiner Schwangerschaft mit Miss Motti habe ich mir oft die Zukunft mit zwei Kindern ausgemalt. Mir vorgestellt, wie alles werden würde, was wir alles Tolles zu viert machen würden und wie schön das Leben mit noch einem weiteren Kind werden würde. Wie Motti zu einem großen Bruder werden würde und irgendwann einen Spielpartner zu Hause hätte. Wie beide sich streiten und lieben würden und wie wir alle zu viert im Bett kuscheln. Ein immer wiederkehrendes Bild in meinen Träumereien war unser Weg zum Kindergarten. Ich habe mir erträumt, wie ich meinen Großen an der Hand halte während ich das friedlich schlafende Baby trage.



Ich hatte euch ja schon erzählt, dass uns die Diagnose „Down Syndrom“ gar nicht so erschüttert hat, wie man vielleicht erwarten würde (und zwar hier). Heute möchte ich euch von einem Gefühl erzählen, das sich nach der Diagnose aber trotzdem irgendwie breit machte. Denn als ich anfing, über das Leben mit einem „behinderten“ Kind nachzudenken, hatte ich oft das Gefühl, man würde mir meine Träume nehmen. Dass jetzt alles anders werden würde. Vielleicht nicht unbedingt schlechter, aber eben anders als ich es mir gewünscht hatte. Es fühlte sich ein bisschen so an, als ob wir nun ein anderes Kind bekämen, nicht das aus meinen Träumen. Ich wollte mich bestmöglich auf dieses andere Kind einstellen. Es genauso empfangen, wie ich das Kind aus meinen Träumen empfangen hätte. Denn schließlich hat es doch jedes ungeborene Kind verdient, mit Freude erwartet und geliebt zu werden, oder?



Ja, ich gebe zu, der Beginn unserer Reise war nicht ganz gewöhnlich (aber was ist schon normal?) und ganz sicher nicht so wie gewünscht. Aaaaber… soll ich euch was sagen? Ich lag falsch mit meinem Gefühl. Wir haben kein anderes Kind bekommen. Ich habe genau das Kind bekommen, das ich mir gewünscht habe. Die vierte im Bunde, die mit uns im Familienbett kuschelt, die kleine Schwester vom großen Bruder, der so stolz ist und findet, dass sie das süßeste Baby auf der Welt ist. Das Kind, das seinem Bruder und seinen Eltern viel lehren wird. Das Baby, das ich auf dem Weg zum Kindergarten trage, während ich den Großen an der Hand halte.

 

Und dank der tollen Kumja Jackenerweiterung von MamaMotion sind wir dabei jetzt auch in der kalten Jahreszeit ganz warm eingekuschelt. Er wird mithilfe eines ausgeklügelten Reißverschluss-Adapter-Systems in die ganz normale Jacke eingezogen. Die Idee dahinter finde ich grandios, denn so braucht man keine neue Jacke, sondern nur den richtigen Adapter. Der Einsatz selber kann oben mit Knöpfen verkürzt werden und an jeder beliebigen Stelle mit Klettbändern enger gestellt werden. Das Kind spart sich die dicke Outdoorkleidung und Mama und Baby wärmen sich gegenseitig. Er kann natürlich auch in der Schwangerschaft schon getragen werden, wenn die Jacken nicht mehr zu gehen. 😊Und alle Selbermacher können sich mithilfe des Konfigurators im Bestellprozess auch einfach nur den richtigen Adapter für ihre Jacke bestellen und den Einsatz selber nähen. Wir sind jedenfalls begeistert!


Heute Morgen auf dem Rückweg vom Kindergarten, schlief Miss Motti friedlich an meiner Brust. Und immer wieder durchfährt mich in diesem Moment der Ruhe ein unglaublich glückliches Gefühl. Das Gefühl, das man hat, wenn man genau das bekommen hat, was man sich gewünscht hat. 💕

Sonntag, 5. November 2017

GIRLY-FLAIR


So lange war Made for Motti ein Jungs-Blog mit coolen, lässigen, eher schlichten Jungs-Klamotten. Jetzt, wo ich auch ein Mädel hab, muss ich dem Blog dringend mal ein bisschen Girly-Flair einhauchen 💁


Neben Schleifchen im Haar brauchte Püppi (ja, für mich ist sie hin und wieder meine Püppi, trotz der frechen Punk-Frisur) deshalb endlich mal ein richtiges Kleidchen. Zwei Tunikas hat sie schon, die rutschen beim Tragen aber ständig hoch. Deshalb habe ich mir auf Grundlage verschiedener Schnitte aus dem Babyleicht-Buch von Klimperklein ein Kleidchen mit integriertem Body gebastelt. So bleibt zumindest der obere Teil des Kleides an Ort und Stelle. Dazu gab es eine gepimpte Leggings mit Raffung am Bein.


 

Der schöne geblümte Stoff passte perfekt zu meinem Girly-Projekt. Es handelt sich hierbei um die Neuauflage des beliebten Designs #Blomängen von Tidöblomma, der seit Freitag in drei Farben zu haben ist. Bei Tidöblomma gibt's übrigens auch immer gleich die passenden Kumpelstoffe dazu, wie hier der schöne Jersey in Jeansblau. Die Qualität ist wirklich toll, das kann ich nach vielen Waschgängen der Tido-Klamotten bestätigen!


Ich finde, blau steht Miss Motti so gut, das passt so schön zu ihren dunkelblauen Augen. Ich vermute, die werden irgendwann auch noch braun, so wie bei ihrem Bruder. Oder gibt's hier auch Kinder, bei denen dunkelblaue Augen mit der Zeit noch heller wurden?